Der Methodenguide

Herzlich willkommen zu deinem Methodenguide für Workshops und Moderationsformate in der Betriebsratsarbeit!

Dieser Guide bietet dir einen strukturierten Überblick über bewährte Methoden, die dir helfen, deine Meetings, Workshops oder Versammlungen erfolgreich und mit einer positiven, offenen Atmosphäre zu gestalten. Er richtet sich speziell an unerfahrene Moderator*innen, die ihre Kompetenzen im Bereich der partizipativen Moderation weiterentwickeln möchten.

Vorbemerkungen

  • Ziel des Guides:
    Dieser Guide soll dir als praktisches Nachschlagewerk dienen, um verschiedene Methoden gezielt einzusetzen. Dabei stehen Themen wie Mitbestimmung, Teamarbeit und Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Fokus – immer mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zu stärken und die Beteiligung der Beschäftigten aktiv zu fördern.
  • Aufbau und Struktur:
    Der Guide ist in einzelne Module unterteilt, die die jeweiligen Methoden detailliert beschreiben. Jeder Abschnitt folgt einer festen Gliederung:
    • Teasertext: Eine kurze Einführung, was die Methode bewirkt.
    • Ziel und Zweck: Warum die Methode eingesetzt wird und welche Ergebnisse erzielt werden sollen.
    • Ressourcen: Welche Materialien und Räume benötigt werden.
    • Ablauf: Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie die Methode durchgeführt wird.
    • Tipps (optional): Praktische Hinweise und mögliche Stolperfallen.
  • Flexibilität:
    Viele der hier vorgestellten Methoden können an unterschiedliche Gruppengrößen und Gegebenheiten angepasst werden. Nutze die Vorschläge als Grundlage und passe sie je nach Bedarf an deine spezifische Situation an.

Workshopregeln

Barometer bunt

Hinweise zur Nutzung des Guides

  • Schritt-für-Schritt-Anleitung:
    Folge der Gliederung jeder Methode, um sicherzustellen, dass du nichts Wichtiges übersiehst.
  • Anpassung an deine Bedürfnisse:
    Du kannst die vorgestellten Methoden jederzeit variieren oder kombinieren – nutze sie als Inspiration und baue sie in deine eigene Moderationspraxis ein.
  • Nachschlagewerk:
    Dieser Guide soll dir helfen, schnell Antworten auf konkrete Fragen zu finden. Nutze das Inhaltsverzeichnis, um gezielt nach der Methode zu suchen, die du gerade brauchst.
  • Weiterentwicklung:
    Experimentiere mit den Methoden und teile deine Erfahrungen mit Kolleg*innen – so profitiert nicht nur du, sondern auch dein gesamtes Team von deinem Wissen.

Praktische Tipps für Einsteiger

  • Starte einfach:
    Beginne mit den grundlegenden Methoden, um ein Gefühl für den Ablauf zu bekommen. Du musst nicht sofort alle Methoden anwenden – wähle zuerst jene, bei denen du dich sicher fühlst.
  • Vorbereitung ist alles:
    Lies dir die einzelnen Anleitungen sorgfältig durch und bereite dich gut vor. Übe, die Abläufe in deinen eigenen Worten zu erklären, damit du im Workshop souverän und flexibel reagieren kannst.
  • Nutze die Ressourcen:
    Achte darauf, dass du alle benötigten Materialien (Whiteboard, Stifte, Timer, etc.) bereit hast. Eine gute Vorbereitung erleichtert den Ablauf enorm.
  • Interaktive Elemente einbauen:
    Verwende Icebreaker, Check-in-Fragen und kurze Feedbackrunden, um die Teilnehmenden aktiv einzubinden. Das lockert die Atmosphäre und fördert die Zusammenarbeit.
  • Flexibilität und Anpassungsfähigkeit:
    Beobachte die Dynamik in der Gruppe und sei bereit, den Ablauf spontan anzupassen. Nicht jede Methode funktioniert in jeder Gruppe gleich – passe sie an die Bedürfnisse deiner Teilnehmer*innen an.
  • Feedback einholen:
    Bitte am Ende jeder Sitzung um kurzes Feedback, um zu erfahren, was gut lief und wo du dich verbessern kannst. So lernst du kontinuierlich dazu.
  • Ruhe bewahren:
    Es ist normal, dass gerade bei den ersten Versuchen Unsicherheiten auftreten. Bleibe ruhig, lächle und erinnere dich daran, dass der Austausch und die Partizipation im Vordergrund stehen.

Workshopregeln

Barometer bunt

Und wenn du mal nicht weiter weißt...

Falls du während der Vorbereitung oder nach der  Durchführung eines Workshops Fragen hast oder unsicher bist, zögere nicht, dich an das Projektteam zu wenden!
Wir unterstützen dich gerne – sei es bei der Auswahl der passenden Methode, bei der Gestaltung des Ablaufs oder wenn es um die Moderation selbst geht. Auch wenn du einfach nur Feedback zu deiner Workshop-Idee oder zur Umsetzung möchtest, sind wir für dich da.

So erreichst du uns:
E-Mail:         Projekt.PIDA@igbce.de
Telefon:        +495117631122

Sprich uns einfach bei der nächsten Gelegenheit direkt an!

Du bist nicht allein – gemeinsam gestalten wir starke Betriebsratsarbeit und fördern das Engagement der nächsten Generation!

Methoden zu Modul 1

Die aktivierende Umfrage ist ein wirkungsvolles Instrument, um die wichtigsten Themen und Herausforderungen im Betrieb zu erkennen. und gleichzeitig können wir so Mitarbeitende finden, die sich engagieren wollen. Dazu können digitale oder gedruckte Fragebögen genutzt werden. Die Ergebnisse dienen als Ausgangsbasis für alle folgende konkrete Beteiligungsangebote oder gezielte Gespräche, dies kann auch helfen potenzielle Kandidat*innen für die Betriebsratsarbeit zu aktivieren.

Ziel und Zweck

  • Ermittlung relevanter betrieblicher Themen: Die Beschäftigten benennen eigenständig, welche Themen und Herausforderungen für sie im Betrieb am wichtigsten sind.
  • Erfassung von Mitwirkungsbereitschaft: Die Fragebögen erfassen, wie wichtig die jeweiligen Themen für das einzelne Mitglied sind und ob eine Bereitschaft besteht, an Workshops oder Arbeitsgruppen zu diesen Themen teilzunehmen.
  • Aktivierung und Kandidat*innenidentifikation: Bereits beim Ausfüllen der Fragebögen wird das Engagement der Mitarbeitenden geweckt, und potenzielle Kandidat*innen für die Betriebsratsarbeit werden sichtbar.
  • Grundlage für weitere Beteiligungsprozesse: Die strukturiert erhobenen Daten bilden die Basis für spätere Workshops und Entscheidungsprozesse im Rahmen der Betriebsratswahl.

Ressourcen

Befragungsmedium:

  • Digital: Online-Umfragen über Tools wie Microsoft Forms oder andere geeignete Plattformen.
  • Analog: Fragebögen auf Papier, die in Kopien (z.  im DIN-A4-Format) vorbereitet werden.

Material:

  • Computer oder Tablets (bei digitalen Umfragen) und entsprechende Software.

Auswertung:

  • Software oder Tools zur Datenauswertung und Visualisierung (z.  Excel, spezialisierte Umfragetools).

Ablauf

  1. Vorbereitung der Befragung:
  • Die zentralen Themen und Fragestellungen werden im Vorfeld festgelegt. Dies können beispielsweise Fragen zu den größten Herausforderungen im Betrieb, zu Verbesserungspotenzialen oder zur Wichtigkeit der Mitbestimmung sein.
  • Ein digitaler Fragebogen wird mithilfe eines geeigneten Tools erstellt, alternativ werden analoge Fragebögen vorbereitet und kopiert.
  1. Verteilung der Fragebögen:
  • Der digitale Fragebogen wird über betriebliche Kommunikationskanäle (z.  E-Mail, Intranet) oder mittels Flyer mit QR-Code an alle Mitarbeitenden versendet.
  • Die analogen Fragebögen werden in zentralen Bereichen des Betriebs (z.  in der Kantine oder im Pausenraum) ausgelegt und können von den Beschäftigten vor Ort ausgefüllt werden.
  1. Durchführung und Erfassung:
  • Die Mitarbeitenden füllen die Fragebögen eigenständig und in ihrem eigenen Tempo aus. Dabei werden Fragen zur thematischen Relevanz und zur persönlichen Mitwirkungsbereitschaft gestellt.
  • Die Antworten werden automatisch digital erfasst oder später manuell zusammengetragen und in eine zentrale Datenbank überführt.
  1. Auswertung und Präsentation:
  • Die gesammelten Daten werden systematisch ausgewertet und nach Themen geclustert.
  • Die Ergebnisse werden in Form von Diagrammen oder Zusammenfassungen aufbereitet.
  • In einer anschließenden Veranstaltung, beispielsweise einer Betriebsversammlung oder einem Workshop, werden die Ergebnisse präsentiert, diskutiert und es können Interessensgruppen zur weiteren Bearbeitung gebildet werden.

Nutzung von Microsoft Forms

Eine einfache und wirkungsvolle Umfrage könnt ihr hier kopieren: https://s.igbce.de/PEHD7

Da sich viele von euch im Betrieb im Microsoftuniversum bewegen haben wir euch hier eine kleine Anleitung hinterlassen. Um die aktivierende Umfrage digital durchzuführen, könnt ihr Microsoft Forms als unkompliziertes Tool einsetzen. Dazu sind folgende Schritte wichtig:

  1. Formular erstellen:
  • Öffnet Microsoft Forms (forms.office.com) und klickt auf „Neues Formular“.
  • Gebt der Umfrage einen prägnanten Titel und eine kurze Beschreibung ein, in der ihr den Zweck der Befragung erläutern (z.  „Wichtige Themen und Herausforderungen im Betrieb“).
  1. Fragen hinzufügen:
  • Fügt verschiedene Fragen hinzu, um zentrale Themen abzufragen. Nutzen könnt ihr auch den Fragetyp „Text“ für offene Antworten, damit die Beschäftigten ihre individuellen Sichtweisen schildern können.
  • Ergänzen könnt ihr dies mit ggf. Multiple-Choice-Fragen oder Bewertungsskalen, um zu erfassen, wie wichtig bestimmte Themen für die Teilnehmenden sind, und um ihr Interesse an einer weiteren Mitarbeit zu signalisieren.
  1. Anpassung und Test:
  • Wichtig ist die Überprüfung der Einstellungen des Formulars (z.  Mehrfachantworten, Anonymität) und ihr solltet den Fragebogen testen, um sicherzustellen, dass alle Fragen wie gewünscht funktionieren.
  1. Verteilung:
  • Nach dem Klicken auf „Freigeben“, kann der generierten Link kopiert, als QR-Code erstellt werden und so über die betriebliche Kommunikationskanäle, wie etwa per E-Mail, Aushänge oder über das Intranet verteilt werden.
  • So erhalten alle Beschäftigten die Möglichkeit, den Fragebogen in ihrem eigenen Tempo auszufüllen.
  1. Datenerfassung und Auswertung:
  • Die Antworten werden in Echtzeit in Microsoft Forms gesammelt.
  • Die Ergebnisse könnt ihr direkt in Forms sehen oder bei Bedarf in Excel exportieren, um sie systematisch auszuwerten und als Grundlage für weiterführende Workshops oder Entscheidungsprozesse zu nutzen.

PDF Aktivierenden Umfrage

Mitbestimmung als Schlüssel für gute Arbeit

In diesem Workshop findest du gemeinsam mit deinen Kolleg*innen heraus, welche Themen im Betrieb aktuell am wichtigsten sind und wie die Betriebsratsarbeit noch stärker zum Tragen kommen kann. Durch interaktive Gruppenarbeiten und kreative Brainstorming-Methoden sammelst du nicht nur Ideen, sondern legst auch den Grundstein für weitere Aktivitäten.

Ziel und Zweck:

  • Themen identifizieren: Gemeinsam ermittelt ihr die wichtigsten Anliegen und Potenziale, die den Beschäftigten unter den Nägeln brennen.
  • Positiven Wert betonen: Der Workshop zeigt auf, wie Betriebsratsarbeit als Motor für gute Arbeitsbedingungen wirkt.
  • Aktive Mitbestimmung fördern: Du bindest alle Teilnehmenden ein und schaffst eine solide Basis für zukünftige Projekte und eine starke Mitbestimmung im Betrieb.

Ressourcen

Raum: Ein flexibel gestaltbarer Raum, in dem Kleingruppen arbeiten können.

Material:

  • Moderationswand oder Tafel mit Pins oder Magneten.
  • Stifte und Wortwolken-Vordrucke (Kopien in DIN A3 für jeden Teilnehmenden).
  • Klebezettel oder Karten für die Themensammlung.
  • Optional: Formulare zur Kandidatur für den Betriebsrat.

Ablauf

  1. Vorbemerkung:
  • Das Format kann mit Gruppen zwischen 8 und 80 Personen durchgeführt werden und sollte je nach Anzahl der Gruppenphasen zwischen 60 und 120 Minuten dauern.
  1. Einführung
  • Versammle alle Teilnehmer*innen im Kreis oder vor der Moderationswand.
  • Begrüße alle herzlich und gib einen kurzen Überblick über den Ablauf und die Ziele des Workshops.
  • Stelle, falls vorhanden, die wichtigsten Ergebnisse der vorangegangenen Befragung vor, um den Kontext zu setzen.
  1. Themensammlung:
  • Frage die Gruppe: „Welche Themen sind aktuell für uns im Betrieb am wichtigsten?“
  • Falls keine spontanen Vorschläge kommen, nutze zunächst die favorisierten Themen aus der Befragung..
  • Schreibe jedes Thema auf den entsprechenden Wortwolken-Vordruck und pinne diese an die Moderationswand.
  • Bei zu vielen Vorschlägen: Priorisiert die Themen durch Handzeichen; die weniger wichtigen Themen kommen ins „Archiv“ und werden zu einem späteren Zeitpunkt behandelt.
  1. Session-Phasen:
  • Die Teilnehmer*innen wählen in Kleingruppen das Thema, das sie vertiefend bearbeiten möchten.
  • Jede Gruppe erhält ihre eigene Wortwolke, um das gewählte Thema zu beschreiben – inklusive Hoffnungen, Bedenken und möglichen Maßnahmen.
  • Arbeitet in festgelegten Zeitslots (ca. 30 Minuten) autonom.
  • Die Ergebnisse werden zusammengefasst und an der Moderationswand dokumentiert, sodass alle einen Überblick erhalten.
  • Gibt es viele Themen, können bei Bedarf mehrere Session-Phasen aneinandergereiht werden.
  1. Abschluss und Weiterführung:
  • Versammle alle Teilnehmer*innen erneut an der Moderationswand.
  • Fasse die Ergebnisse der Gruppenarbeit zusammen und leite eine Diskussion darüber ein, welche Maßnahmen als nächstes angegangen werden sollen.
  • Dokumentiere die Ergebnisse als Grundlage für weitere betriebliche Maßnahmen oder für die Arbeit des zukünftigen Betriebsrats.
  • Frage, ob sich jemand weiteres Engagement vorstellen kann oder eine Kandidatur für den Betriebsrat in Betracht kommt – sammle Namen und Kontaktdaten.
  • Nachdem alle Session-Phasen abgeschlossen sind, versammeln sich alle Teilnehmenden wieder an der Moderationswand.
  • Du fasst die Ergebnisse der Gruppenarbeit zusammen und leitest eine Diskussion darüber ein, welche Maßnahmen als nächstes angegangen werden sollen.
  • Die Ergebnisse des Workshops werden dokumentiert und dienen als Grundlage für weitere betriebliche Maßnahmen oder die Arbeit des zukünftigen Betriebsrats
  • Interessierte Teilnehmende werden gefragt, ob sie sich ein weiteres Engagement vorstellen können oder eine Betriebsratskandidatur vorstellbar ist – Namen und Kontaktdaten werden gesammelt.

Tipps und Stolperfallen

Das Format kann mit Gruppen zwischen 8 und 80 Personen durchgeführt werden und sollte je nach Anzahl der Gruppenphasen zwischen 60 und 120 Minuten dauern. Dieses Format soll vor allem dazu beitragen, den positiven Wert der Betriebsratsarbeit zu verdeutlichen. Optional: Kandidatur Formulare werden ausgegeben und können direkt ausgefüllt werden.

PDF Workshopkonzept I

Themenwolke

Methoden zu Modul 2

Diese Methode ist geeignet, um in lockerer, aber fokussierter Atmosphäre betriebliche Themen und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten und damit auch der Vorbereitung zur Betriebsratswahl. Das symbolische rote Sofa schafft einen einladenden Raum, in dem alle Mitarbeitenden ermutigt werden, ihre Sichtweisen offen zu teilen.

Ziel und Zweck:

  • Partizipation fördern: Durch die Nutzung eines auffälligen Symbols (das rote Sofa) wird Hemmschwellen abgebaut und die Mitarbeitenden werden motiviert, sich aktiv an Diskussionen zu beteiligen.
  • Mitbestimmung stärken: Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine partizipative Betriebsratsarbeit, die auf den tatsächlichen Bedürfnissen der Belegschaft basiert.
  • Vertrauensaufbau: Der strukturierte, aber lockere Dialog stärkt das gegenseitige Vertrauen und fördert eine offene Kommunikationskultur im Unternehmen.
  • Nachhaltige Beteiligung: Die sichtbare Dokumentation der Gespräche und die anschließende öffentliche Aufbereitung motivieren weitere Mitarbeitende, sich in Zukunft aktiv an der Gestaltung des Betriebs einzubringen.

Ressourcen

Raum:       Ein zentral gelegener, gut frequentierter Bereich im Betrieb (z. B. in oder vor der Kantine) ist ideal, um möglichst viele Mitarbeitende zu erreichen.

Material:

  • rotes Sofa, das als Blickfang und Symbol für den offenen Dialog dient.
  • Alternative: Möglich ist auch ein anderes auffälliges Möbelstück (z.  ein farbiger Sessel, eine dekorierte Bank) oder ein neutrales Sofa wird mit roten Kissen, Decken oder anderen Akzenten dekoriert.
  • Aufzeichnungsmöglichkeiten: Handschriftlich oder per Video / Audioaufnahmegeräte bzw. Kameras, um die Gespräche zu dokumentieren.
  • Moderationsmaterial: Interviewleitfaden mit Fragen zu relevanten betrieblichen Themen, Stifte und Notizblöcke sowie eventuell ein Whiteboard oder Flipchart für spontane Notizen.

Ablauf

  1. Vorbereitung
  • Vorbereitung der Fragen: Erstelle einen Leitfaden, der Fragen zu aktuellen betrieblichen Themen (z.  Herausforderungen, Arbeitsbedingungen, Tarifverhandlungen, Gesundheitsschutz) enthält.
  1. Aufstellung des Gesprächsortes:
  • Platzierung: Stelle das rote Sofa (oder die alternative Lösung) an einem zentralen Ort auf, an dem es viele Blickkontakte gibt.
  • Atmosphäre schaffen: Sorge dafür, dass der Bereich sauber und ansprechend wirkt – eine einladende Umgebung ermutigt die Mitarbeitenden, ins Gespräch zu kommen.
  1. Einführung in die Methode:
  • Begrüße jeden Teilnehmenden freundlich und erkläre den Zweck des Formats: Es geht darum, betriebliche Themen aus neuen Perspektiven zu betrachten und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.
  • Erläutere, dass es keine „richtigen“ oder „falschen“ Antworten gibt – jede Meinung zählt und bringt uns weiter.
  1. Durchführung der moderierten Gespräche:
  • Stelle die vorbereiteten Fragen und ermutige die Teilnehmenden, ihre persönlichen Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge zu teilen.
  • Achte darauf, aktiv zuzuhören, gegebenenfalls nachzufragen und dabei immer eine offene, respektvolle Atmosphäre zu bewahren.
  1. Dokumentation:
  • Aufzeichnung: Nimm die Gespräche per Video, Audio oder durch Fotos auf.
  • Zeigt, dass die Beiträge wertgeschätzt werden und bedacht werden.
  1. Nachbereitung:
  • Sammle die Ergebnisse der Gespräche und diskutiere sie in einem Nachbereitungsmeeting oder in einem schriftlichen Bericht.
  • Leite daraus konkrete Maßnahmen ab, die als Grundlage für die Betriebsratsarbeit oder den Wahlkampf genutzt werden können.
  • Eine erstellte Dokumentation kann z.  in Form von Plakaten, Newslettern oder während Betriebsversammlungen allen Mitarbeitenden zugänglich gemacht werden.

Tipps und Stolperfallen

  • Eine freundliche und motivierende Einladung sollte die Beschäftigten rechtzeitig informieren, wann und wo das „rote Sofa“ bereitsteht.
  • Je nachdem wie euer Betrieb baulich strukturiert ist, z.B. es gibt keinen zentralen Ort für das rote Sofa. Dann habt ihr die Möglichkeit diese Aktivität direkt vor in den Betriebsgebäuden zu gestalten.

PDF Das rote Sofa

Die Methode „Endlich Rente – Vorbereitung zur Betriebsratswahl“ verbindet persönliche Reflexion mit betrieblicher Partizipation. Sie macht den positiven Einfluss von Mitbestimmung auf das Berufsleben sichtbar und legt so einen wichtigen Grundstein für eine erfolgreiche, partizipative Betriebsratsarbeit. Die Methode Endlich Rente wird genutzt, um einen Prozess vom Ende her zu denken. Diese Perspektive hilft, die Bedeutung der Betriebsratswahl zu verdeutlichen und eine höhere Wahlbeteiligung zu erreichen

Ziel und Zweck:

  • Langfristige Vorteile von Mitbestimmung werden sichtbar gemacht, um den Wert und die Wirkung von betrieblicher Partizipation deutlich zu machen.
  • Steigerung der Selbstwirksamkeit und des Engagements, da die Teilnehmenden erkennen, wie ihre Erfahrungen zu positiven Veränderungen beitragen können.
  • Aufbau einer emotionalen Beziehung zur Betriebsratswahl durch die Reflexion persönlicher Erfahrungen. Der Betriebsrat wird als gestaltende Kraft wahrgenommen, was die Wahlbeteiligung unterstützt.
  • Schaffung einer gemeinsamen Basis für eine partizipative Betriebsratsarbeit, die auf den tatsächlichen Bedürfnissen der Belegschaft beruht.
  • Die gesammelten Reflexionen dienen als authentische Erfahrungsberichte, die intern in verschiedenen Formaten (z.  Plakate, Newsletter, Betriebsversammlungen) präsentiert werden können.

Ressourcen

Raum:    Ein geeigneter Veranstaltungs- oder Besprechungsraum, in dem die Reflexionsphase und die anschließenden Gruppendiskussionen stattfinden können.

Material:

  • Arbeitspapiere: Speziell vorbereitete Reflexionspapiere, die das folgende Szenario enthalten: „Glückwunsch! Heute ist dein letzter Arbeitstag. Ab morgen bist du in Rente. Bitte beantworte folgende Fragen:“ Zusätzlich werden auf dem Papier ergänzende Fragen zur Mitbestimmung gedruckt, z. B.:
    • Welche Veränderungen in deinem Berufsleben waren durch Mitbestimmung möglich?
    • Wie hätte dein Arbeitsleben ohne Mitbestimmung ausgesehen?
    • Welche Bedeutung hat der Betriebsrat für deine Kolleg*innen und dich?
  • Schreibmaterial: Stifte und Notizzettel für individuelle Notizen.
  • Moderationsmaterial: Optional Whiteboard oder Flipcharts zur Visualisierung der Diskussionsresultate.
  • Technik (optional): Digitale Tools (z. B. Umfragetools oder digitale Pinnwände) zur Sammlung und Auswertung der Antworten.

Ablauf

  1. Verteilung des Reflexionspapiers:
    • Alle Mitarbeitenden erhalten das vorbereitete Reflexionspapier.
    • Es wird kommuniziert, dass sie ehrlich und persönlich über ihr Berufsleben nachdenken sollen, insbesondere darüber, wie Mitbestimmung positive Veränderungen bewirkt hat.
  2. Individuelle Reflexion:
    • Die Teilnehmenden nehmen sich in einem ruhigen Moment Zeit (zum Beispiel 10–15 Minuten), um das Szenario zu durchdenken und ihre Antworten schriftlich festzuhalten.
  3. Sammlung und Nutzung der Reflexionen:
    • Die ausgefüllten Reflexionspapiere werden eingesammelt oder in kleinen Gruppen vorgestellt.
    • Die gesammelten Antworten werden zu authentischen Erfahrungsberichten zusammengefasst und in internen Kommunikationsformaten (z.  Plakate, Newsletter, Betriebsversammlungen) veröffentlicht, um eine breite Sichtbarkeit zu erreichen.
  4. Diskussion und Aktivierung:
    • Nun werden die Reflexionen gemeinsam diskutiert.
    • Der Moderator stellt Leitfragen, um den emotionalen Wert und den praktischen Nutzen der Mitbestimmung herauszuarbeiten, beispielsweise:
      • „Welche positiven Veränderungen habt ihr durch Mitbestimmung erlebt?“
      • „Wie können diese Erfahrungen genutzt werden, um die Betriebsratsarbeit weiter zu stärken?“
    • Ziel ist es, konkrete Ideen für zukünftige Verbesserungen abzuleiten und eine gemeinsame, positive Haltung zur Betriebsratswahl zu etablieren.

PDF Endlich Rente

Die Methode „Denkhüte“ ermöglicht eine strukturierte und kreative Herangehensweise an die Diskussion über die Betriebsratswahl. Sie hilft den Teilnehmenden, verschiedene Perspektiven zu erkennen und gemeinsam wirksame Strategien für die betriebliche Mitbestimmung und zur Steigerung der Wahlbeteiligung zu entwickeln. Durch die vielseitige Betrachtung und den offenen Austausch wird das Bewusstsein für Mitbestimmung gestärkt und die Motivation zur Wahlbeteiligung erhöht. Gleichzeitig können auf diesem Weg schon bestimmte Themen gut strukturiert bearbeitet werden und in die BR-Arbeit einfließen

Ziel und Zweck

  • Die Methode verdeutlicht, warum die eigene Stimme bei der Betriebsratswahl wichtig ist, indem verschiedene Denkansätze (Fakten, Emotionen, Risiken, Chancen, Kreativität und Zusammenfassung) systematisch betrachtet werden.
  • Die offene Gesprächsatmosphäre hilft, die verschiedenen Sichtweisen kennen zu lernen und in Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
  • Durch die strukturierte Reflexion und Diskussion wird eine fundierte Basis für eine bewusste, demokratische Mitbestimmung gelegt.
  • Der Austausch unterschiedlicher Perspektiven fördert das Verständnis füreinander und stärkt die demokratische Unternehmenskultur.

Ressourcen

  • Raum: Ein ausreichend großer, ruhiger Raum oder Seminarraum, in dem sich Teilnehmende in Gruppen oder im Plenum versammeln können.
  • Material:
    • Sechs farbige Hüte (alternativ farbige Karten oder Symbole).
    • Moderationsmaterial (Flipchart, Whiteboard, Marker) zur Visualisierung der Ergebnisse.
    • Optional: Digitale Tools (z. B. Miro oder ein anderes Whiteboard-Tool) für hybride oder virtuelle Diskussionen.

Ablauf

  1. Themenvorstellung durch die Moderation:
    • Beginne mit der Einführung in das Thema ein, z. B.: „Warum ist die Betriebsratswahl wichtig?“ oder „Welche Auswirkungen hat Mitbestimmung auf unseren Arbeitsalltag?“ oder weitere Fragen die sich aus der Umfrage ergeben haben.
    • Die sechs farbigen Hüte werden bereitgelegt oder symbolisch von der Moderation präsentiert.
  2. Diskussion mit den Denkhüten:
    • Die Teilnehmenden wechseln nacheinander die „Denkhüte“ und nehmen jeweils eine bestimmte Perspektive ein:
      • Weiß: Fokus auf Fakten, Daten und Informationen zur Betriebsratswahl (rechtliche Grundlagen, Wahlablauf, Mitbestimmungsrechte).
      • Rot: Betrachtung emotionaler Aspekte (Sorgen, Hoffnungen, persönliche Empfindungen bezüglich der Wahl).
      • Schwarz: Analyse von Risiken und negativen Folgen bei geringer Wahlbeteiligung.
      • Gelb: Hervorhebung der positiven Effekte eines starken Betriebsrats (bessere Arbeitsbedingungen, Sicherheit, Einflussmöglichkeiten).
      • Grün: Entwicklung kreativer Ideen zur Förderung der Wahlbeteiligung (unkonventionelle Wahlkampagnen, neue Beteiligungsformen).
      • Blau: Zusammenfassung, Bewertung und Reflexion der geäußerten Argumente zur Identifikation der überzeugendsten Punkte.
  1. Ergebnisse und Aktivierung:
    • Fasse die gesammelten Erkenntnisse zusammen und halt sie sichtbar fest.
    • Die Ideen, die während der Diskussionen entwickelt wurden, fließen in konkrete Maßnahmen ein. Sie können beispielsweise in Kampagnenbotschaften, Slogans oder konkrete Schritte zur Steigerung der Wahlbeteiligung umgesetzt werden.
    • Du kannst diese Methode in Infoveranstaltungen, Teammeetings oder Workshops nutzen, um alle Beteiligten aktiv in die Planung der Wahlbeteiligung einzubinden.

PDF Denkhüte

Methoden zu Modul 3

Gute Arbeit – Mitbestimmung und Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen

In diesem Workshop erarbeitest du gemeinsam mit deinen Kolleg*innen, wie durch Mitbestimmung und Partizipation eine echte Verbesserungen der Arbeitsbedingungen erreicht werden kann. Dieses Workshopkonzept bietet dir und deinen Kolleg*innen einen strukturierten Rahmen, um die Themen, die den Arbeitsalltag prägen, zu erkennen und konkrete Verbesserungsvorschläge zu entwickeln. Es verbindet kreative Ideenfindung mit klaren, praxisnahen Ergebnissen – eine starke Basis für eine erfolgreiche Betriebsratsarbeit und nachhaltige Mitbestimmung. Grundlage für diesen Workshop sind die Ergebnisse einer vorangegangenen Befragung oder eines vorangegangenen Workshop.

Sinn und Zweck

  • Konkrete Herausforderungen erkennen: Gemeinsam identifiziert ihr, welche Probleme in den Arbeitsbedingungen bestehen und wo Verbesserungsbedarf besteht.
  • Mitbestimmung sichtbar machen: Der Workshop zeigt, wie aktive Beteiligung der Beschäftigten zu besseren Arbeitsbedingungen führen kann.
  • Ideen entwickeln: Ihr erarbeitet praxisnahe Lösungsvorschläge, die als Basis für weitere Maßnahmen dienen.
  • Engagement fördern: Das Format motiviert nicht nur zur Mitwirkung, sondern schafft auch eine Plattform, um potentielle Betriebsratskandidat*innen zu entdecken.

Zielgruppe:
Beschäftigte und potenzielle Betriebsratskandidat*innen

Ressourcen

Raum: Ein flexibel gestaltbarer, ausreichend großer Raum, in dem sich Kleingruppen problemlos bilden lassen (z. B. in U- oder Kreisform).

Materialien:

  • Moderationswand oder Tafel (mit Pins oder Magneten)
  • Kopien der Wortwolken-Vordrucke (DIN A3) für jeden Teilnehmer*in
  • Stifte, Marker und Klebezettel/Karten für die Themensammlung
  • Ausdrucke der Befragungsergebnisse (als Handout oder zur Präsentation)
  • Optional: Formulare zur Kandidatur für den Betriebsrat

Digital (optional):

  • Laptop, Beamer/Leinwand oder digitale Tools (z. B. Miro, Canva) für hybride oder rein digitale Formate

Ablauf

  1. Warm-up: „Deine Themen im Mittelpunkt“
  • Aktivität: Positioniere dich entlang einer imaginären Linie von „sehr gute Arbeit“ bis „verbesserungswürdig“.
  • Fragen:
    • „Wie wichtig ist dir gute Arbeit?“
    • „Nenne drei Worte, die deine Erwartungen an diesen Workshop beschreiben.“
  • Visualisierung: Sammle die Antworten an einem Flipchart oder digitalen Whiteboard, um die unterschiedlichen Perspektiven sichtbar zu machen.
  1. Vorstellung der Befragungsergebnisse
  • Präsentation: Die Moderation zeigt die zentralen Ergebnisse der vorangegangenen Befragung – beispielsweise mit Folien, Diagrammen oder Schlagworten.
  1. Methode: Expo-Diskurs / 1-2-4-All
  • Gemeinsam sammelt ihr konkrete Maßnahmen, um die identifizierten Herausforderungen zu adressieren.
  • Individuell: Denke 1 Minute lang über Fragen wie „Wie können wir unsere Arbeitsbedingungen verbessern?“ nach und notiere deine Ideen.
  • Paarphase: Diskutiere 2 Minuten mit einem Partner.
  • Vierergruppe: Vertiefe die Diskussion in 4 Minuten in einer Vierergruppe.
  • Plenum: Jede Gruppe stellt in ca. 5 Minuten ihre beste Idee vor.
  • Hinweis: Die detaillierte Methode wird im weiteren Methodenguide erklärt.
  1. Methode: Seestern – Strukturierung und Priorisierung
  • Du strukturierst und priorisierst die erarbeiteten Ideen, um zu erkennen, welche Maßnahmen am dringendsten umgesetzt werden sollten.
  • Nutze einen Seestern mit den Kategorien „Beginnen“, „Mehr“, „Weniger“, „Aufhören“ und „Weitermachen“.
  • Hinweis: Die Methode wird später im Detail erläutert.
  1. Methode: Verantwortungs-Canva – Klärung von Verantwortlichkeiten
  • Kläre, wer Einfluss hat, welche Rollen existieren, was jede*r beitragen kann und wer Unterstützung bieten kann.
  • Arbeite in kleinen Gruppen an einem Chart mit vier Quadranten, in denen ihr diese Fragen beantwortet.
  • Hinweis: Detaillierte Erklärungen folgen im Methodenguide.
  1. Feedback: „Feedback-Karussell“
  • Teile die Gruppe in kleine Teams von 3–4 Personen auf.
  • Jede Gruppe notiert auf einem großen Blatt oder digital zwei positive Aspekte und einen Verbesserungsvorschlag.
  • Die Blätter werden im Uhrzeigersinn weitergereicht, sodass alle Teilnehmer*innen Feedback geben können.
  • Erfasse die wichtigsten Rückmeldungen und Eindrücke, um den Workshop kontinuierlich zu verbessern.
  1. Abschluss und Verabschiedung
  • Zusammenfassung: Fasse die zentralen Ergebnisse des Workshops zusammen.
  • Ausblick: Gib einen kurzen Ausblick auf die nächsten Schritte, wie die Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat.
  • Engagement: Frage interessierte Teilnehmer*innen, ob sie sich weiter engagieren oder eine Kandidatur in Betracht ziehen – sammle Namen und Kontaktdaten.
  • Verabschiedung: Bedanke dich bei allen für ihre aktive Teilnahme und verabschiede die Gruppe freundlich.

PDF Workshopkonzept II

Verantwortungscanva

Der „Expo-Diskurs“ ist eine lebendige Methode, um viele Menschen in eine gemeinsame Diskussion einzubinden. Schritt für Schritt wächst die Gruppe – so haben wirklich alle die Chance, ihre Ideen und Meinungen einzubringen. Gemeinsam entwickelt ihr tragfähige Lösungen, die von allen mitgetragen werden. Perfekt geeignet, um eine offene Beteiligung zu fördern und Vertrauen zu schaffen – zum Beispiel als Einstieg in einen Workshop oder bei einer Betriebsversammlung. Diese Methode eignet sich besonders als Opener oder als Teil eines Workshops.

Sinn und Zweck

  • Die Methode ermöglicht es allen Mitarbeitenden, sich aktiv einzubringen und ihre Sichtweisen in den Diskussionsprozess einzuführen.
  • Durch die wachsenden Gruppengrößen wird gewährleistet, dass Ideen gemeinsam weiterentwickelt werden.
  • Ihr arbeitet an Positionen und Lösungen, die von der ganzen Gruppe getragen werden können.
  • Der faire Austausch stärkt die Transparenz und das Vertrauen in die Mitbestimmung – und damit auch in die Arbeit des Betriebsrats.
  • Die Methode verhindert, dass einzelne dominierende Stimmen die Diskussion bestimmen, und ermöglicht eine faire Beteiligung aller Anwesenden. Auch zurückhaltendere Personen erhalten Raum, ihre Gedanken einzubringen, ohne von lauteren Stimmen überlagert zu werden

Ressourcen

Raum:
Ein großer, flexibel nutzbarer Raum – ideal für verschiedene Gruppengrößen (Einzelarbeit, Paare, Kleingruppen, Plenum).

Material:

  • Timer oder Uhr für die Zeiteinteilung
  • Flipcharts oder Whiteboards, um die Ergebnisse sichtbar zu machen
  • Moderationskarten und Stifte für Notizen und Ideen
  • Optional: ein digitales Whiteboard (z. B. Miro), falls du hybrid oder online arbeitest

Ablauf

  1. Einzelphase (1 Minute)

Starte mit einer stillen Minute für jede:n. Die Teilnehmenden denken für sich über die Fragestellung nach. Beispiel:  „Wie können wir mit der Situation XYZ umgehen?“ und  notieren dann ihre Gedanken auf Moderationskarten.

  1. Paarphase (2 Minuten)

Jetzt bilden die Teilnehmenden Paare. Sie stellen sich gegenseitig ihre Ideen vor und entwickeln diese gemeinsam weiter. Dafür nehmt ihr euch 2 Minuten Zeit.

  1. Vierergruppenphase (4 Minuten)

Die Paare schließen sich zu Gruppen von vier Personen zusammen.
Jetzt geht’s darum, die gesammelten Ideen zu vertiefen und erste Lösungsansätze zu entwickeln. Das können beispielsweise Vorschläge zur besseren Information über die Betriebsratswahl sein oder andere Ideen.

  1. Erweiterung auf größere Gruppen

Ab hier richtet sich der nächste Schritt nach der Teilnehmerzahl:

  • Bei kleinen Gruppen (unter 40 Personen) geht’s direkt ins Plenum.
  • Bei größeren Gruppen erweitert ihr euch schrittweise: erst 8 Personen, dann 16, 32 usw. So bleibt es übersichtlich, und jede:r kann sich einbringen.
  1. Gesamtgruppenphase

Alle Gruppen stellen ihre Ergebnisse vor. Jetzt diskutiert ihr gemeinsam, welche Ideen und Vorschläge die meisten überzeugen. Optional könnt ihr zum Schluss eine Abstimmung machen, um zu sehen, welche Lösung die größte Unterstützung findet.

Tipp für die Moderation

Je nach TN-Zahl könnt ihr die Gruppengrüße in den Phasen anpassen, z.B. 1-3-9- Alle

PDF Expo-Diskurs

Die Seestern-Methode ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Instrument zur strukturierten Reflexion über betriebliche Mitbestimmung und Betriebsratsarbeit. Sie ermöglicht es den Beschäftigten, aktiv Verbesserungspotenziale zu identifizieren und gemeinsam konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Wahlbeteiligung abzuleiten. Durch ihre visuelle Darstellung und klare Struktur bietet die Methode eine ideale Grundlage für Diskussionen und Entscheidungsfindungen. Besonders geeignet ist sie für partizipative Prozesse, in denen die Meinungen und Ideen der Beschäftigten aktiv einbezogen werden sollen. Diese Methode wird im Rahmen von Mitarbeitenden-Workshops des Betriebsrats eingesetzt, um einen offenen Austausch zu fördern und gezielt Verbesserungen in der Betriebsratsarbeit abzuleiten. Sie schafft einen Raum, in dem die Beschäftigten ihre Perspektiven und Erwartungen direkt einbringen können und ihre Stimme Gehör findet.

Ziel und Zweck

  • Die Methode soll die Beschäftigten direkt in den Verbesserungsprozess einbinden und ihre Ideen zur Stärkung der Betriebsratsarbeit sichtbar machen.
  • Durch die fünf definierten Kategorien des Seesterns werden verschiedene Blickwinkel auf betriebliche Prozesse ermöglicht.
  • Es werden die priorisierten Themen aus der Befragung aus Modul 1 bearbeitet und Umsetzbare Maßnahmen festgelegt.
  • Alle gesammelten Ideen sind sichtbar und nachvollziehbar, wodurch Vertrauen in den Beteiligungsprozess gestärkt wird.

Ressourcen

Raum:

  • Ein Raum, in dem Gruppenarbeiten möglich sind. Für digitale Workshops geht das auch mit einem Online-Whiteboard (z. B. Miro).

Material:

  • Ein Flipchart oder ein großes Papier für den Seestern
  • Stifte, Marker, Moderationskarten oder digitale Tools
  • Klebepunkte für die Priorisierung (oder eine digitale Abstimmung)

Ablauf

  1. Vorbereitung des Seesterns:
    • Eine Seestern-Grafik wird auf ein Flipchart oder digitales Whiteboard gezeichnet.
    • Die priorisierte Fragestellung wird erläutert. Beispielfragen zur Einführung:
      • „Was wünschst du dir vom Betriebsrat, damit dein Arbeitsalltag besser wird?“
      • „Wie können wir die Betriebsratswahl für alle spannend und einfach gestalten?“
      • „Welche Aktionen oder Formate machen Mitbestimmung im Betrieb erlebbar?“
    • Die fünf Kategorien werden beschriftet:
    • Beginnen: Was sollten wir neu machen?
    • Mehr: Was läuft schon gut und sollte mehr Raum bekommen?
    • Weniger: Was funktioniert nicht so gut und sollte weniger werden?
    • Aufhören: Was sollten wir lieber ganz lassen?
    • Weitermachen: Was läuft super und sollte genau so bleiben?
  1. Ideensammlung:
    • Alle Teilnehmenden schreiben gleichzeitig ihre Ideen auf Karten und Kleben sie in die entsprechenden Seesternfelder.
    • Vorschläge werden auf Karten notiert oder digital eingetragen.
  2. Clusterbildung und Priorisierung:
    • Fasse ähnliche Vorschläge zusammen (z. B. „Mehr direkte Kommunikation“).
    • Dann darf jede:r Klebepunkte auf die Ideen verteilen, die sie/ihn am meisten überzeugen. Jede:r bekommt z. B. 3 Punkte zum Vergeben.
    • Am Ende habt ihr eine Liste mit den Top 3–4 Maßnahmen, auf die ihr euch fokussiert. Ähnliche Vorschläge werden zusammengefasst.
  3. Ableitung konkreter Maßnahmen:
    • Die erarbeiteten Punkte können in die aktive BR-Arbeit einfließen

Priorisierte Punkte fließen in die Wahlkampagne ein.

PDF Seestern

Die Methode wird in der Regel im Rahmen eines Workshops neben anderen Methoden genutzt. Sie eignet sich besonders gut als abschließendes Element, um Verantwortlichkeiten festzulegen oder den eigenen Handlungsspielraum zu erkennen. Dadurch wird eine klare Verteilung von Aufgaben erreicht und gleichzeitig das Bewusstsein für individuelle und kollektive Einflussmöglichkeiten gestärkt.

Ziel und Zweck

  • Die Methode soll die Beteiligung und auch die Eigenverantwortung der Beschäftigten fördern, indem sie ihre Beiträge, Unterstützer, Einflussfaktoren und Rollen klar visualisiert. Dadurch wird eine fundierte Grundlage geschaffen, um gezielt Maßnahmen für die Betriebsratsarbeit und zukünftige Mitbestimmungsprozesse zu entwickeln.
  • Durch die strukturierte Erarbeitung in vier Quadranten erhalten die Teilnehmenden einen umfassenden Überblick über:
    • Quadrant A: Wer hat Einfluss auf das Thema?
    • Quadrant B: Welche Rollengibt es im Zusammenhang mit dem Thema?
    • Quadrant C: Was können wir selbst beitragen?
    • Quadrant D: Wer kann uns unterstützen?
    •  

Wirkung und Ergebnis

  • Transparenz und Übersicht: Alle relevanten Aspekte – von Eigenleistungen über Unterstützer bis hin zu Einflussfaktoren und Rollen – werden klar dargestellt.
  • Konkrete Maßnahmen: Die erarbeiteten Inhalte liefern eine Basis für zielgerichtete Maßnahmen im Rahmen der Betriebsratswahl und stärken die betriebliche Mitbestimmung.

Ressourcen

  • Raum: Ein flexibel gestaltbarer, ausreichend großer Raum, mit Flip Chat oder Moderationswänden.
  • Material: Ein vorbereitetes Chart mit den vier Quadranten (alternativ digitale Tools wie  Miro).Stifte, Marker, Pins oder Karten oder Postits

Ablauf

  1. Vorbereitung des Charts: Erstellen Sie ein Chart, das in vier Quadranten unterteilt ist. Beschriften Sie die Quadranten wie folgt:
  • Quadrant A – Wer hat Einfluss auf das Thema?
    (z.  Arbeitgeber, Gesetzgebung, Betriebsrat/Gewerkschaft, die Beschäftigten)
  • Quadrant B – Welche Rollen gibt es?
    (z.  Initiatoren, Teilnehmende, Moderatoren, Arbeitgebervertreter)
  • Quadrant C – Was können wir selber beitragen?
    (z.  aktive Mitgestaltung, Engagement in Projekten, Wissen teilen, Eigenverantwortung übernehmen)
  • Quadrant D – Wer kann uns unterstützen?
    (z.  Betriebsrat, Gewerkschaft, externe Moderatoren, Kolleg*innen aus anderen Bereichen)
  1. Durchführung innerhalb eines Workshops:
    • Bitten Sie die Teilnehmenden, aktiv ihre Ideen in die jeweiligen Quadranten einzutragen
    • Ermuntern Sie die Beschäftigten, ihre Sichtweisen und Vorschläge offen zu teilen. Unterstützen Sie dabei die Diskussion, indem Sie Fragen stellen, die zur Vertiefung der Inhalte anregen.
  2. Auswertung und Weiterführung:
    • Die Ergebnisse werden gesammelt und ausgewertet.
    • Die erarbeiteten Inhalte dienen als Grundlage für die Betriebsratswahl sowie zur Bildung von Arbeitsgruppen oder Interessenskreisen, die konkrete Maßnahmen umsetzen sollen.

Die Methode „Verantwortungs-Canva“ wird häufig als abschließende Methode in Workshops eingesetzt, um Verantwortlichkeiten festzulegen oder den eigenen Handlungsspielraum zu erkennen. Sie bietet eine visuelle und strukturierte Möglichkeit, zentrale Themen und Rollen im Betrieb zu erfassen. So wird nicht nur die Wahlbeteiligung gesteigert, sondern auch eine nachhaltige, partizipative Kultur im Unternehmen etabliert.

PDF Verantwortungs-Canva

Arbeitsblatt Verantwortungscanva 

Methoden zu Modul 4

Mit dieser Methode schaffst du einen strukturierten Raum, in dem alle ihre Meinungen zu wichtigen betrieblichen Themen äußern können – und zwar in einer Atmosphäre, in der echtes Zuhören und respektvolle Diskussion im Vordergrund stehen. So wird das demokratische Miteinander gestärkt und das Vertrauen in den Betriebsrat nachhaltig aufgebaut. Diese Methode unterstützt dich dabei, eine respektvolle und offene Gesprächskultur zu etablieren – ideal, um demokratische Mitbestimmung aktiv zu leben und die Zusammenarbeit im Betrieb zu stärken.

Sinn und Zweck

  • Demokratische Gesprächskultur fördern: Alle erhalten die Möglichkeit, ungestört ihre Sichtweisen zu teilen – so entsteht ein gleichberechtigter Austausch.
  • Selbstwirksamkeit erleben: Jede*r merkt, dass die eigene Meinung gehört und wertgeschätzt wird, was die Motivation und das Engagement steigert.
  • Tiefe Verständigung: Durch festgelegte Redezeiten wird bewusstes Zuhören trainiert, was zu einer fundierten Reflexion der Themen führt.
  • Vertrauen und Zusammenarbeit stärken: Der strukturierte Ablauf schafft eine Basis für eine offene, kooperative Diskussion, die zu besseren Entscheidungen beiträgt.

Ressourcen

Raum: Ein ruhiger Raum mit ausreichend Platz, in dem sich Kleingruppen in kleinen Sitzarrangements bilden können.

Material:

  • Stühle in Kleingruppen
  • Eine Uhr oder ein Timer (z.  Handy-Timer oder Glocke) zur Einhaltung der 4-Minuten-Regel
  • Moderationsmaterial (Whiteboard oder Flipchart) zur Dokumentation der wichtigsten Erkenntnisse während der Plenumsrunde

Ablauf

  1. Einführung und Gruppeneinteilung:
  • Begrüße die Teilnehmenden und stelle das Thema vor, z. : „Wie können wir die betriebliche Mitbestimmung verbessern?“
  • Erläutere kurz den Ablauf und warum es wichtig ist, dass jede*r ohne Unterbrechung sprechen kann.
  • Teile die Gruppe in Kleingruppen ein, in denen alle sich in einem entspannten Rahmen austauschen können.
  1. Gesprächsrunden:
  • Jeder Teilnehmerin spricht nacheinander für exakt 4 Minuten – ohne Unterbrechungen.
  • Während einer Person spricht, hören die anderen ausschließlich zu, ohne Kommentare oder Zwischenfragen zu stellen.
  • Wiederhole diesen Ablauf in insgesamt drei Gesprächsrunden, sodass jede*r mehrfach zu Wort kommt.
  • Falls jemand schneller fertig ist, ermutige dazu, die kurze Stille zur Gedankenfindung zu nutzen.
  1. Reflexion und Abschluss:
  • Nach den Gesprächsrunden kehren alle in die Gesamtgruppe zurück.
  • Leite eine gemeinsame Reflexion ein, in der du Fragen stellst wie: „Was habt ihr aus den Gesprächen mitgenommen?“ oder „Wie können diese Ideen in unsere betriebliche Mitbestimmung einfließen?“
  • Dokumentiere die zentralen Erkenntnisse an einem Whiteboard oder Flipchart, sodass sie als Basis für weitere Maßnahmen im Betriebsrat dienen.

Tipps für die Durchführung

  • Bleib entspannt: Die Methode ist simpel – es geht nicht um perfekte Reden, sondern um den authentischen Austausch.
  • Ermutige alle: Weise besonders schüchterne Teilnehmende freundlich darauf hin, dass jeder die gleiche Redezeit hat und jede Meinung zählt.
  • Strenge Zeiteinhaltung: Nutze den Timer, um die 4-Minuten-Phase strikt einzuhalten, damit der Ablauf flüssig bleibt.
  • Schaffe eine angenehme Atmosphäre: Eine wertschätzende Moderation und ein ruhiger Raum helfen dabei, dass sich alle wohlfühlen und offen sprechen.

PDF Sprechen u Zuhören

Methoden zu Modul 5

Herzlich willkommen zu einem Workshop, der darauf abzielt, potenzielle Betriebsratskandidatinnen zu entdecken und praxisrelevante Maßnahmen zu entwickeln. In diesem Workshop findest du gemeinsam mit deinen Kolleginnen heraus, wie Mitbestimmung zu besseren Arbeitsbedingungen führt – und legst den Grundstein für zukünftige Initiativen. Die detaillierten methodischen Varianten (Destillerie, Spinnennetz, Kompetenz-Sonne) findest du in einem separaten Methodendokument, während dieser Leitfaden dir den Gesamtüberblick bietet.

Ziel und Zweck

  • Kandidaten identifizieren: Erkenne, welche Kolleg*innen sich aktiv in die Betriebsratsarbeit einbringen können.
  • Interne Vernetzung fördern: Stärke den Teamgeist und schaffe eine Plattform, auf der sich engagierte Mitarbeitende finden.
  • Praxisrelevante Maßnahmen erarbeiten: Entwickle gemeinsam mit der Gruppe konkrete Ansätze zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
  • Mitbestimmung sichtbar machen: Zeige, wie aktive Beteiligung zu echten Verbesserungen führt – als Basis für Betriebsvereinbarungen, Wahlkampf und Betriebsratsarbeit.

Ressourcen

Raum: Ein moderner Besprechungs- oder Seminarraum, der flexibel in Kleingruppen aufgeteilt werden kann.

Materialien:

  • Analoge Hilfsmittel: Flipcharts, Whiteboards, Packpapier, Moderationskarten, Klebezettel, Marker
  • Optionale digitale Tools: Plattformen wie Miro oder Canva für hybride bzw. Online-Umsetzungen
  • Technik: Beamer, Laptops und Internetzugang zur Unterstützung der Visualisierung und für digitale Abstimmungsverfahren

Ablauf

  1. Begrüßung & Einführung (10 Minuten):
  • Begrüße die Teilnehmenden und stelle das Moderationsteam kurz vor.
  • Starte mit einem Warm-up, z.  einem Icebreaker („Deine Themen im Mittelpunkt“), um die Teilnehmer*innen zu aktivieren und den Teamgeist zu fördern.
  1. Vorstellung des Arbeitsprozesses (10 Minuten):
  • Gib einen Überblick über die Workshop-Phasen:
    • Phase 1: Zieldefinition und individuelle Ideensammlung
    • Phase 2: Austausch in Kleingruppen und Konsolidierung der Ideen
    • Phase 3: Priorisierung, Auswahl und Zusammenführung der Ergebnisse
  • Erläutere kurz, wie die vorangegangene Befragung oder ein früherer Workshop als Grundlage dient.
  1. Methodenphase – Durchführung der gewählten Methode (75 Minuten):
  • Entscheidet euch in der Gruppe, welche der folgenden Methoden ihr nutzen möchtet:
    • Destillerie: Um die besten Ideen zu priorisieren
    • Spinnennetz: Zur visuellen Darstellung und Vernetzung potenzieller Kandidat*innen
    • Kompetenz-Sonne: Um die individuellen Stärken und Kompetenzen der Kandidat*innen darzustellen
  • Der Ablauf innerhalb der gewählten Methode ist im separaten Methodendokument ausführlich erklärt.
  1. Ergebnispräsentation, Reflexion & Abschluss (25 Minuten):
  • Ergebnispräsentation (ca. 15 Minuten):
    • Jede Gruppe stellt ihre erarbeiteten Ergebnisse vor.
    • Die Moderation fasst die Kernaussagen zusammen und visualisiert sie an der Moderationswand.
  • Reflexion & Feedback (ca. 5 Minuten):
    • Führe eine offene Feedbackrunde durch, in der die Teilnehmenden Rückmeldungen zum Arbeitsprozess geben und Verbesserungsvorschläge diskutiert werden.
  • Abschluss (ca. 5 Minuten):
    • Fasse die erarbeiteten Ergebnisse zusammen und kläre die nächsten Schritte.
    • Frage interessierte Teilnehmende, ob sie sich weiteres Engagement oder sogar eine Kandidatur für den Betriebsrat vorstellen können – sammle gegebenenfalls Namen und Kontaktdaten.

Mit diesem strukturierten Leitfaden hast du als ehrenamtliche Moderatorin einen klaren Fahrplan für deinen 2-Stunden-Workshop zur Nachwuchsförderung. Durch einen energiereichen Einstieg und den gezielten Einsatz interaktiver Methoden legst du den Grundstein für eine erfolgreiche Betriebsratsarbeit und eine nachhaltige Mitbestimmung im Betrieb. Viel Erfolg – du schaffst das!

PDF Workshopkonzept III

Workshopregeln

Mit der Destillerie-Methode findet ihr viele Ideen und filtert dann die Besten für die Maßnahmen zur Betriebsratswahl heraus. Diese Methode stärkt die demokratische Mitbestimmung und schafft eine solide Grundlage für die zukünftige Betriebsratsarbeit. So könnt ihr sicherstellen, dass die entwickelten Maßnahmen praktikabel sind und von der Mehrheit mitgetragen werden. Durch den partizipativen Auswahlprozess werden engagierte Mitarbeitende sichtbar und damit auch potentielle Kandidat*innen.

Ziel und Zweck

  • Erhöhung der Beteiligung: Der partizipative Prozess stärkt das Engagement und die Akzeptanz der erarbeiteten Maßnahmen, wodurch die demokratische Mitbestimmung langfristig gefördert wird.
  • Aus zahlreichen Vorschlägen werden die effektivsten und praktikabelsten Maßnahmen herausgearbeitet und verdichtet.
  • Die erarbeiteten Maßnahmen bilden eine solide Grundlage für die zukünftige Betriebsratsarbeit und können direkt in den Wahlkampf einfließen.
  • Engagierte Mitarbeitende, die sich aktiv in die Betriebsratsarbeit einbringen können, werden gezielt erkannt. Identifikation potenzieller Betriebsratskandidat*innen: Durch gezielte Fragestellungen und Diskussionen können engagierte Mitarbeitende sichtbar gemacht werden.

Ressourcen

Raum: Ein heller, ausreichend großer Besprechungs- oder Seminarraum, in dem mehre Kleingruppen arbeiten können.

Material:

  • Flipcharts oder Whiteboards zur Visualisierung
  • Moderationskarten, Klebezettel, Marker für die Ideensammlung und Priorisierung
  • Optional: Digitale Tools (z. B. Miro) für Online- oder hybride WorkshopsFlipcharts oder Whiteboards zur visuellen Darstellung der Ideen.

Ablauf

  1. Formulierung des Ziels:
  • Die Moderation stellt das Ziel vor, z. B.: „Wie können wir Thema XY (aus Umfrage) bearbeiten?“
  • Falls bereits eine vorherige Ideensammlung stattgefunden hat, wird auf diesen Ergebnissen aufgebaut.
  1. Individuelle Ideensammlung:
  • Jede*r Teilnehmende erstellt eine Liste mit möglichst vielen Ideen – auch ungewöhnliche Vorschläge sind ausdrücklich erwünscht.
  1. Erweiterung und Konsolidierung in Kleingruppen:
  • In Gruppen von 4 bis 8 Personen werden die individuellen Ideen zusammengetragen und ergänzt.
  • Ziel ist es, eine möglichst lange Liste zu erstellen; nur völlig unpassende Vorschläge werden aussortiert.
  1. Zusammenführung aller Vorschläge:
    • Die Kleingruppen präsentieren ihre Listen in der Gesamtgruppe, sodass eine konsolidierte Ideensammlung entsteht.
  2. Priorisierung in Kleingruppen:
    • Jede Kleingruppe markiert:
      • Die Hälfte der Vorschläge mit Rot (als wenig sinnvoll oder nicht realistisch).
      • Ein weiteres Viertel mit Gelb (als mittelmäßig relevant).
  1. Reduktion und finale Auswahl:
    • Vorschläge mit mindestens einer roten Markierung werden gestrichen.
    • Ideen, die von der Hälfte der Gruppen als gelb markiert wurden, entfallen ebenfalls.
    • Die übrig gebliebenen Vorschläge werden in der Gesamtgruppe diskutiert und in einer abschließenden Abstimmung weiter verdichtet.
    • Falls notwendig, kann das Systemische Konsensieren als Entscheidungsmethode eingesetzt werden.
  2. Ergebnis:
    • Am Ende steht eine oder mehrere realistische, von der Mehrheit getragene Maßnahmen, die in die Praxis umgesetzt werden sollen.

PDF Destillerie

Die Spinnennetz-Methode ist ein wirkungsvolles Instrument zur Identifikation neuer Betriebsratskandidat*innen und zur gezielten strategischen Vernetzung innerhalb der Belegschaft. Durch die Visualisierung von Netzwerken wird sichtbar, welche Mitarbeitenden als Multiplikatoren oder potenzielle Kandidat*innen für die Betriebsratswahl in Frage kommen. Es entsteht eine transparente Übersicht über interne Strukturen und erleichtert die Entwicklung wirksamer Maßnahmen zur Gewinnung neuer Engagierter.

Ziel und Zweck

  • Die Methode hilft, potenzielle Kandidat*innen für die Betriebsratswahl zu identifizieren und gezielt anzusprechen.
  • Durch die Netzwerkvisualisierung werden bestehende Verbindungen sichtbar gemacht und zeigen, welche Personen bereits Einfluss haben oder als Multiplikatoren dienen können.
  • Aufbau eines strategischen Netzwerks, das Multiplikatorinnen und Unterstützerinnen sichtbar macht. Verbesserung der internen Vernetzung und Stärkung des kollektiven Engagements in der Belegschaft.
  • Entwicklung konkreter Maßnahmen zur gezielten Ansprache und Einbindung neuer Talente.

Ressourcen

Raum: Ein großer, flexibler Raum, in dem eine lange Wand aus Packpapier oder mehrere Flipchart-Blätter angebracht werden können.

Material:

  • Packpapier oder Flipchart-Blätter für die Netzwerkwand.
  • Post-its oder Moderationskarten in verschiedenen Farben zur Unterscheidung der Schlüsselgruppen.
  • Marker, Stifte und ggf. Klebeband, um die Karten und Verbindungslinien zu befestigen.
  • Technik (optional): Digitales Whiteboard-Tool (z. B. Miro) für hybride oder virtuelle Umsetzungen.

Ablauf

  1. Vorbereitung der Netzwerkwand:
  • Bereite eine lange Wand mit Packpapier oder Flipchart-Blättern vor.
  • Lege Post-its oder Moderationskarten in verschiedenen Farben bereit.
  1. Erstellen einer Liste der Schlüsselgruppen
  • Erstelle gemeinsam mit den TN eine Liste der Schlüsselgruppen (z.  Schichtarbeiter, Verwaltung, Azubis).
  • Weise jeder Gruppe eine bestimmte Farbe oder ein Symbol zu.
  1. Identifikation zentraler Akteur*innen:
  • Alle schreiben ihren eigenen Namen auf eine Karte und platziert diese zentral an der Wand
  • Die Moderation fragt: „Wer könnte für die Betriebsratsarbeit aktiv werden?“
  • Genannte Namen werden auf Karten geschrieben und – abhängig von der Bekanntheit – näher am Zentrum oder weiter außen an der Wand positioniert.
  1. Erweiterung des Netzwerks:
  • Erfasse zusätzlich Namen von Personen, die gern in die Arbeit einbezogen werden sollen und oder als Multiplikatoren in Frage kommen. Aabhängig davon, wie gut sie bekannt sind, werden sie an der Wand in Relation zu den zentralen Akteur*innen verortet.
  • Zusätzlich werden Personen identifiziert, die die Teilnehmenden noch gerne in die Arbeit einbinden möchten.
  1. Verknüpfung und Strategieentwicklung:
  • Alle treten einen Schritt zurück und betrachten die Wand.
  • Mit Verbindungslinien werden Beziehungen zwischen den Karten dokumentiert, während die Moderation fragt: „Wer kennt wen? Wer hat Einfluss und Expertise? Wer kann Fortschritt verhindern oder beschleunigen?
  • Die Moderation leitet eine Reflexion an, in der Fragen gestellt werden wie:
    • „Wer hat Einfluss und Expertise?“
    • „Wer kann Fortschritt verhindern oder beschleunigen?“
  • Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden gezielte Strategien entwickelt, um neue Talente für den Betriebsrat zu gewinnen und mögliche Hindernisse zu umgehen.

Tipps und Stolperfallen

  • Unklare Anweisungen zur Bedeutung der Farben/Symbole können zu Missverständnissen führen.
  • Wenn zu wenige Teilnehmer ihre Meinung einbringen, bleibt das Netzwerk unvollständig.
  • Dominante Stimmen können den Prozess verzerren, wenn nicht alle zu Wort kommen.

PDF Spinnennetz

Die Kompetenz-Sonne bietet auf eine einfache und kreative Art und Weise die Chance, etwas über den Charakter und die Kompetenzen einer anderen Person herauszufinden, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Gruppe zu entdecken und dadurch gemeinsame Partizipationsprozesse zu stärken.

Mit der Kompetenz-Sonne findest du heraus, welche Stärken, Interessen und Kompetenzen in deiner Belegschaft stecken. So kannst du gezielt neue Talente für die Betriebsratsarbeit entdecken und in euer Team einbinden – für eine zukunftsorientierte und kooperative Zusammenarbeit. Indem persönliche Stärken offengelegt und gewürdigt werden, fördert die Methode nicht nur den Teamgeist, sondern zeigt auch, wer sich als potenzieller Kandidatin für den Betriebsrat eignet. Es entsteht eine solide Basis für demokratische Mitbestimmung und engagierte Nachwuchsförderung.

Ziel und Zweck

  • Transparenz: Du siehst, wie jeder Einzelne zum Gesamtbild beiträgt, sodass die Stärken und Interessen offen liegen.
  • Teamgeist: Der gemeinsame Austausch über persönliche Kompetenzen fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl und die gegenseitige Wertschätzung.
  • Motivation: Das Hervorheben persönlicher Fähigkeiten steigert das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden und zeigt, wie ihre Talente den Betriebsrat bereichern können.
  • Nachwuchsförderung: Potenzielle Kandidatinnen für die Betriebsratsarbeit werden erkennbar, was Dir hilft, engagierte Kolleginnen gezielt anzusprechen und einzubinden.

Ressourcen

Raum: Ein Raum, in dem sich Teilnehmende in einer Gruppe aufhalten können – entweder analog (Whiteboard, Flipchart) oder digital (z. B. Miro).

Material:

  • Eine vorgezeichnete Sonne (auf einem Whiteboard, Flipchart oder digital), bei der jeder Strahl für eine Person steht.
  • Stifte, Marker und Klebezettel in verschiedenen Farben.
  • Optional: Bastelmaterialien für eine kreative Gestaltung der Sonne.
  • Technik (optional): Digitale Tools wie Miro oder Canva, um die Kompetenz-Sonne online zu visualisieren.

Ablauf

  1. Vorbereitung:
  • Zeichne auf ein großes Blatt Papier oder Whiteboard eine große Sonne mit so vielen Strahlen, wie Teilnehmende vorhanden sind.
  • Alternativ: Bereite eine digitale Vorlage (z.  in Miro) vor.
  1. Zuteilung der Sonnenstrahlen:
  • Weise jeder Person einen Sonnenstrahl zu.
  1. Individuelle Kompetenzsammlung:
  • Jede:r notiert auf Klebezetteln persönliche Eigenschaften wie Kompetenzen, Fähigkeiten, Interessen oder besondere Merkmale (mind. 10).
  1. Befestigung der Eigenschaften:
  • Klebe deine Klebezettel auf den dir zugeteilten Sonnenstrahl, sodass deine individuellen Stärken sichtbar werden.
  1. Vorstellung und Austausch:
  • Die erste Person stellt ihre gesammelten Eigenschaften vor.
  • Entdeckt jemand ähnliche Eigenschaften bei sich? Dann teilt das direkt mit – Fragen können jederzeit gestellt werden.
  1. Zentralisierung gemeinsamer Eigenschaften:
  • Eigenschaften, die alle teilen, werden in der Mitte der Sonne gesammelt.
  • Eigenschaften, die nur einige betreffen, bleiben auf den jeweiligen Strahlen und können mit Namen oder farbigen Punkten markiert werden. So bleibt das individuelle Profil erhalten, und ihr könnt so gezielt erkennen, wer besondere, nicht von allen geteilte Stärken mitbringt.
  1. Identifikation potenzieller Talente:
  • Achte darauf, wer über welche Stärken verfügt und in welchen Bereichen sich Potenzial für die Betriebsratsarbeit ergibt.
  • Diskutiere mit der Gruppe: „Welche Kompetenzen sind besonders wichtig für unseren Betriebsrat, und wer bringt sie mit?“
  • Notiere mögliche Kandidat*innen oder Einsatzbereiche, damit sie später gezielt angesprochen werden können.
  1. Gemeinsame Namensfindung:
  • Findet für euch als Gruppe einen passenden Namen, der eure gesammelten Kompetenzen widerspiegelt (z.  Die Zukunftsgestalter, Die Wegbereiter, Chancenmacher, Miteinander Stark).
  • Optional könnt ihr die Kompetenz-Sonne kreativ gestalten, um das Ergebnis visuell ansprechend zu dokumentieren.

PDF Kompetenz-Sonne

Methoden zu Modul 6

Mit diesem Quiz könnt ihr auf unterhaltsame und niederschwellige Weise den Betriebsratswahlprozess interaktiv durchlaufen – mithilfe einer vorbereiteten PPTX-Präsentation oder online unter bbb-igbce.de, bei der Du als Moderator durch die Fragen führst. Die Methode zeigt den Teilnehmenden, dass Mitbestimmung zu einem stabilen und fairen transparenten Wahlprozess führt.

Ziel und Zweck

  • Transparenz: Du siehst, wie jede Phase – von der Wahlvorstandsbestellung bis zur Auszählung – klar und nachvollziehbar gestaltet ist.
  • Partizipation: Auch wenn Du als Moderator die Schaltflächen bedienst, fließen die Diskussionsergebnisse Deiner Kolleg*innen in die Entscheidungen ein. So wird deutlich, dass jede Stimme zählt.
  • Rechtliche Stabilität: Das Planspiel zeigt, dass der gesamte Wahlprozess alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt und somit verlässlich ist.

Ressourcen

Raum: Ein Raum, in dem alle Teilnehmenden bequem Platz finden und die PPTX-Präsentation gut sichtbar projiziert werden kann.

Materialien:

  • Ein Computer mit der vorbereiteten PPTX-Präsentation oder der Internetseite mit dem Quiz.
  • Beamer oder digitales Whiteboard zur Anzeige der Präsentation.
  • Flipcharts oder Whiteboards, um Diskussionsergebnisse und Zwischenfeedback festzuhalten.
  • Stifte, Marker und Haftnotizen für zusätzliche Notizen und Gruppenarbeit.

Ablauf

  1. Einführung (15 Minuten):
  • Begrüße alle Teilnehmenden und erkläre, dass es heute um die Durchführung der BR-Wahl geht, die als interaktives Quiz durchgespielt wird.
  • Erkläre, dass Du als Moderator*in durch das Quiz führst und an bestimmten Stellen die interaktiven Elemente in der PPTX abfragst und die Gruppe über die beste Entscheidung diskutiert.
  1. Quizphase (ca. 30 Minuten):
  • Startfolie: Zeige den Start des BR-Wahlquiz.
  • Lass bei jeder Frage die Anwesenden Abstimmen, welche die richtige Antwort ist, und warum sie dieser Meinung sind.
  1. Diskussion und Reflexion (15 Minuten):
  • Nach dem Durchspielen des gesamten Quizes, können noch weitere Frage gestellt werden.
  • Diskutiere im Plenum, welche Entscheidungen besonders ausschlaggebend waren und wie sie den Wahlprozess beeinflusst haben.

Mit diesem Quiz kannst du verdeutlichen, wie der Betriebsratswahlprozess in allen Phasen transparent, partizipativ und rechtssicher abläuft. Die gemeinsamen Diskussionen zeigen, dass jede Entscheidung einen echten Unterschied macht. Dein Engagement und Deine Mitbestimmung sind essenziell – und gemeinsam gestalten wir einen fairen und verlässlichen Wahlprozess. Danke, dass Du Dich einbringst!

Hier geht es zum Quizz

In dieser Variante der präsentiert sich jede Kandidat*in mit ihrer eigenen „Kompetenz-Sonne“. So werden individuell ihre Stärken, Fähigkeiten und Interessen anschaulich visualisiert – damit die Wählerinnen auf einen Blick erkennen können, wer sich engagiert für die Betriebsratsarbeit einsetzt. So wird deutlich, welche individuellen Kompetenzen die Kandidat*innen mitbringen – und unterstützt so einen transparenten, fairen und informierten Wahlprozess

Sinn und Zweck

  • Die Methode „Kompetenz-Sonne“ unterstützt dabei, den Wählerinnen einen klaren und fairen Überblick über die Kandidatinnen zu geben.
  • Jeder Kandidatin zeigt anhand ihrer/seiner eigenen Sonne, welche Stärken, Kompetenzen und Erfahrungen sie oder er in die Betriebsratsarbeit einbringen möchte.
  • Den Wählerinnen wird eine transparente und einfache Möglichkeit geboten, sich über die Kandidatinnen zu informieren – damit sie eine fundierte Wahlentscheidung treffen können.
  • Die visuelle Aufbereitung zeigt klar, welche Fähigkeiten jede Einzelne mitbringt, sodass ein fairer Vergleich möglich ist.

Ressourcen

Raum: Ein geeigneter Raum oder eine digitale Plattform, auf der die Kandidat*innen ihre Sonnen präsentieren können.

Material:

  • Große, vorgezeichnete Sonnen (eine pro Kandidat*in) auf Papier, Whiteboard oder digital (z.  mit Miro).
  • Stifte, Marker und Klebezettel in verschiedenen Farben, um Kompetenzen, Fähigkeiten und Interessen festzuhalten.
  • Optional: Bastelmaterialien zur kreativen Gestaltung der Sonnen.
  • Technik (optional): Digitale Tools wie Miro oder Canva für die Online-Umsetzung.

Ablauf

  1. Vorbereitung:
  • Erstelle für jede Kandidat*in eine eigene, große Sonne – entweder auf Papier, einem Whiteboard oder digital.
  • Sorge dafür, dass genügend Materialien (Stifte, Klebezettel etc.) bereitliegen.
  1. Individuelle Kompetenzsammlung:
  • Jede Kandidat*in sammelt eigenständig mindestens zehn persönliche Eigenschaften, Kompetenzen, Fähigkeiten oder Interessen, die sie für die Betriebsratsarbeit qualifizieren.
  • Diese Punkte werden auf separaten Klebezetteln festgehalten.
  1. Befestigung der Informationen:
  • Die Kandidat*innen bringen ihre Klebezettel auf den zugewiesenen Sonnenstrahlen an, sodass ihre individuellen Stärken sichtbar werden.
  1. Präsentation:
  • Jede Kandidat*in stellt ihre eigene Kompetenz-Sonne vor und erklärt in kurzen, prägnanten Sätzen, welche Stärken sie mitbringt und wie sie diese in die Betriebsratsarbeit einfließen lassen möchte.
  • Fragen der Wähler*innen können während oder im Anschluss an die Präsentation gestellt werden.
  1. Diskussion und Austausch:
  • Die Wähler*innen betrachten die einzelnen Sonnen und können Fragen stellen. Sie erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede und können so einen transparenten Überblick über die Kompetenzen im Kandidatenkreis gewinnen.
  1. Abschluss:
  • Die fertigen Kompetenz-Sonnen werden dauerhaft im Raum oder digital ausgestellt, sodass die Wähler*innen sich auch später noch informieren können.

Alternative Methode: Gemeinsame Kandidat*innen-Sonne

Anstelle einzelner Sonnen für jede Kandidatin wird bei dieser Variante **eine einzige, große „Kandidatinnen-Sonne“** erstellt. Diese Methode eignet sich besonders, wenn sich viele Personen zur Wahl stellen oder sich ganze Listen bzw. Gruppen vorstellen möchten. Auch eine bereits im Team erarbeitete „Kompetenz-Sonne“ (siehe Methode 5.3) kann hier genutzt und erweitert werden.

Kurzbeschreibung:

  • Visualisierung auf einen Blick: Alle Kandidat*innen tragen ihre wichtigsten Kompetenzen, Erfahrungen und Interessen auf einem gemeinsamen Sonnenstrahl oder in einem eigenen Abschnitt der Sonne ein.
  • Zur Übersichtlichkeit könnte auch eine Sonne mit Themen Kluster erstellt werden.
  • Kompakte Übersicht: Die große Sonne bietet den Wählerinnen einen schnellen, übersichtlichen Vergleich – ideal, wenn viele Kandidatinnen zur Auswahl stehen.
  • Hervorhebungen möglich: Mit Symbolen, Farben oder Icons kannst du besondere Fähigkeiten oder Schwerpunkte hervorheben. So wird die Kompetenz-Sonne noch anschaulicher und unterstützt eine gezielte Entscheidungsfindung.

PDF Kompetenzsonne zur Vorstellung

Icebreaker, Warmups, Energizer

Ein gelungener Start in eine Veranstaltung ist entscheidend: Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die Teilnehmenden aktiv einzubinden, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und den Fokus auf das gemeinsame Ziel zu lenken. Durch einfache Fragen oder kleine Aktionen gelingt es, Energie zu sammeln und Erwartungen sichtbar zu machen. Die ersten Schritte zum gegenseitigen Kennenlernen garnierst du am besten mit einer Prise Heiterkeit. Energizer lassen sich hervorragend nach der Mittagspause nutzten. Eine kleine Portion Bewegung und Lachen tut in dieser Phase gut, um die Aufmerksamkeit wieder zu steigern

Methoden & Varianten für den Check-in

Ablauf eines Check-ins Begrüßung und Einführung

  • Die Moderation begrüßt die Teilnehmenden kurz und erklärt den Zweck des Check-ins: eine gemeinsame Einstimmung auf die Veranstaltung und das Sammeln von Erwartungen, Stimmungen und Zielen der Teilnehmer.
  • Die Moderation wählt 2-3 Fragen aus der Liste aus, die sich gut für eine schnelle Runde eignen. Diese Fragen sollten kurz und leicht zu beantworten sein, um den Ablauf flüssig zu halten.

Skalierungsfrage mit Handzeichen: Ich lade euch ein, auf eine Frage zu antworten: „Wie motiviert seid ihr für die heutige Konferenz auf einer Skala von 1 bis 5?“ Hebt einfach die entsprechende Anzahl an Fingern. Wer möchte, kann auch kurz erläutern, warum er oder sie so fühlt.

Gruppierung nach Kriterien: Bitte bildet Gruppen nach Regionen oder Fachbereichen. In euren Gruppen könnt ihr kurz eure Erwartungen an die Konferenz teilen. Ich bin gespannt auf die verschiedenen Perspektiven, die ihr mitbringt!

Digitale Wortwolke: Nutzt bitte eure Smartphones, um an einer kurzen Umfrage teilzunehmen. Ich frage: „Mit welchem Wort beschreibt ihr eure Stimmung heute?“ Gebt eure Antworten in ein Tool wie Menti Meter ein, und wir werden die Ergebnisse gemeinsam anschauen.

Kurze Partnergespräche: Sucht euch bitte einen Sitznachbarn und tauscht euch für 2 Minuten aus. Die Frage lautet: „Was ist euer wichtigstes Anliegen für diese Konferenz?“ Danach lade ich einige von euch ein, die wichtigsten Punkte zu teilen.

Stimmungsbarometer mit Aufstehen: Ich stelle eine einfache Ja/Nein-Frage oder eine Skalierungsfrage: „Fühlt ihr euch gut auf die Konferenz vorbereitet?“ Wer mit „Ja“ antwortet, steht bitte auf, und wer mit „Nein“ antwortet, bleibt sitzen. Oder im Raum ist eine Skala installiert, an der sich die Delegierten aufstellen können. Das gibt uns einen guten Überblick über die Stimmung im Raum.

Beispiele für Fragen

Persönliche Fragen:
  • Was ist dein Lieblingsort, um dich nach einem langen Arbeitstag zu entspannen?
  • Wenn du einen Tag in der Geschichte der Gewerkschaft leben könntest, welcher wäre das und warum?
  • Welches Buch oder welchen Film würdest du empfehlen, der/die sich mit Arbeit oder Gewerkschaften beschäftigt?
Humorvolle Fragen:
  • Wenn du ein gewerkschaftliches Superhelden-Kostüm entwerfen könntest, wie würde es aussehen?
  • Wenn du die Veranstaltung in einem Songtitel beschreiben müsstest, welcher wäre es?
  • Welches Tier würdest du wählen, um dich heute bei der Veranstaltung zu vertreten?
  • Was ist das Ungewöhnlichste, dass du heute in deiner Tasche hast?
  • Wenn diese Veranstaltung eine TV-Show wäre, wie würdest du sie nennen?
Interessante „Was wäre, wenn“-Fragen:
  • Was wäre, wenn du einen Tag lang die Rolle des Geschäftsführers übernehmen könntest – was wäre dein erster Beschluss?
  • Wenn du eine neue Regel für die Arbeitswelt einführen könntest, welche wäre das?
Teamorientierte Fragen:
  • Nenne eine Fähigkeit oder Eigenschaft, die du in dieser Gruppe bewunderst und die du gerne selbst hättest.
  • Wenn wir alle zusammen ein Team-Building-Spiel spielen könnten, welches Spiel würdest du wählen?
Skalierungsfragen:
  • Auf einer Skala von 1 bis 10, wie motiviert bist du heute?
  • Wie optimistisch blickst du auf die Zukunft der Arbeitnehmerbewegung? (1 = sehr pessimistisch, 10 = sehr optimistisch)
  • Wie hoch schätzt du deine Fähigkeit ein, heute aktiv an Diskussionen teilzunehmen? (1 = sehr gering, 10 = sehr hoch)

Gut zu nutzen, wenn die Luft raus oder das Suppenkoma droht. Ihr könnt euch hier nach eigenem Geschmack welche aussuchen

Pferderennen

Ablauf: Macht euch bereit für ein Pferderennen! Während des Rennens sage ich euch den Streckenverlauf an. Die Strecke erfordert bestimmte Aktivitäten von euch – macht zum Aufwärmen gleich mit.

  • Galopp: Auf die Oberschenkel schlagen
  • Rechtskurve: Nach links lehnen
  • Oxer: Aufstehen und gleich wieder setzen
  • Doppeloxer: 2x Aufstehen und gleich wieder setzen
  • Holzbrücke: Auf die Brust trommeln
  • Katze: Schütteln
  • Zielgerade: Jubeln und Klatschen

Seid ihr bereit? Dann gehts los! Moderiere nun den Streckenverlauf und mache die Bewegungen dabei selbst mit.

Variante: Natürlich kannst du dir noch weitere Hindernisse und Bewegungen ausdenken und deine Rennen damit variieren.

Büro-Gymnastik

Ablauf: Wir machen eine kurze Gymnastikübung direkt am Platz, um die Muskeln zu lockern.

  • Hände über Kopf strecken: Die Hände zusammenführen und über den Kopf strecken.
  • Oberkörper beugen: Den Oberkörper nach vorne beugen, als ob ihr etwas aufheben wollt.
  • Knie anziehen: Abwechselnd ein Knie anziehen und die Hände darauf legen.
  • Schultern entspannen: Die Schultern nach oben ziehen und dann locker fallen lassen.

Variante: Führt die Bewegungen langsamer oder schneller aus, um die Intensität zu variieren.

Ballon-Werfen und Fangen

  • Ablauf: Die Teilnehmer werfen ihren Ballon in die Luft und versuchen, ihn mit den Händen, Armen oder dem Kopf zu fangen. Der Moderator kann die Schwierigkeit erhöhen, indem er auffordert, den Ballon nur mit einer Hand zu fangen oder den Ballon so oft wie möglich in der Luft zu halten, ohne ihn zu fangen.
  • Ziel: Fördert Koordination und Geschicklichkeit.

Schätzspiel: 1-2-oder-3

Ablauf

  • Schritt 1: Der Moderator stellt eine Frage, zu der es drei mögliche Antworten gibt. Jede Antwort wird einer Zahl (1, 2 oder 3) zugeordnet. Diese Zahlen werden den drei „Feldern“ (z.B. drei markierten Bereichen im Raum oder auf dem Bildschirm) zugewiesen.
  • Schritt 2: Die Teilnehmer haben nun einige Sekunden Zeit, um sich für eine der drei Antworten zu entscheiden und sich auf das entsprechende Feld zu begeben oder zu zeigen.
  • Schritt 3: Der Moderator gibt das Kommando „1, 2 oder 3 – letzte Chance – vorbei!“, woraufhin sich die Teilnehmer auf das gewählte Feld begeben müssen.
  • Schritt 4: Der Moderator gibt die richtige Antwort bekannt. Teilnehmer, die sich für das richtige Feld entschieden haben, bleiben im Spiel. Die anderen scheiden aus oder können als Beobachter weiterspielen.
  • Schritt 5: Das Spiel geht weiter, bis nur noch ein Teilnehmer übrigbleibt, der als Gewinner gefeiert wird. Bei großen Gruppen kann das Spiel in Runden gespielt werden, um am Ende die letzten Spieler gegeneinander antreten zu lassen.

Ziel

Das Schätzspiel „1-2-oder-3“ ist ein unterhaltsamer Energizer, der die Teilnehmer dazu ermutigt, schnell Entscheidungen zu treffen. Es kombiniert Wissen mit Glück und sorgt für Spannung und Spaß. Durch die Bewegung und das Gruppenspiel wird die Aufmerksamkeit gesteigert und die Stimmung im Raum aufgelockert. Dieser Energizer ist besonders gut geeignet für größere Gruppen, da er schnell durchführbar ist und die Teilnehmer aktiv einbindet.

Wer bin ich

Ablauf:

  • Schritt 1: Jeder Teilnehmer erhält vom Moderator einen Klebezettel oder ein Kärtchen mit dem Namen einer bekannten Persönlichkeit, eines fiktiven Charakters oder eines Tieres. Wichtig ist, dass der Teilnehmer selbst den Namen nicht sieht, sondern ihn sich an die Stirn oder auf den Rücken kleben lässt.
  • Schritt 2: Die Teilnehmer bewegen sich im Raum und stellen sich gegenseitig Fragen, um herauszufinden, wer sie sind. Die Fragen dürfen nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden (z.B. „Bin ich eine Frau?“, „Bin ich eine Figur aus einem Film?“).
  • Schritt 3: Jeder Teilnehmer versucht, seine Identität so schnell wie möglich zu erraten. Sobald jemand herausgefunden hat, wer er ist, kann er den Zettel abnehmen und weiterhelfen, indem er Fragen beantwortet.
  • Schritt 4: Das Spiel endet, wenn alle Teilnehmer ihre Identität erraten haben, oder es kann in mehreren Runden gespielt werden.

Ziel: „Wer bin ich?“ ist ein klassisches und unterhaltsames Spiel, das darauf abzielt, die Kommunikation und das gegenseitige Kennenlernen unter den Teilnehmern zu fördern. Es sorgt für Spaß und regt das kreative Denken an, während es gleichzeitig die Gruppendynamik stärkt. Benötigt werden Klebezettel und Stifte.

Variante:
Das Spiel kann auch thematisch angepasst werden, z.B. nur Persönlichkeiten aus einem bestimmten Fachgebiet, berühmte historische Figuren oder Charaktere aus Filmen und Büchern.

Richtig oder Falsch?

  • Der Moderator stellt eine Reihe von Aussagen (z.B. „Die Erde ist flach“, „Elefanten können nicht springen“) und die Teilnehmer zeigen durch Hochhalten der Hand, ob sie die Aussage für richtig (Hand hoch) oder falsch (Hand unten) halten. Dies kann mit Spaßfakten oder Themen der Konferenz gemacht werden.
  • Regt das Denken an und bringt das Publikum zum Mitmachen.

Körper-ABC

  • Der Moderator fordert die Teilnehmer auf, Buchstaben des Alphabets mit ihrem Körper zu formen, ohne dabei den Stuhl oder ihren Stehplatz zu verlassen. Man kann mit einfachen Buchstaben wie „L“ beginnen und sich zu komplexeren Buchstaben wie „M“ vorarbeiten.
  • Aktivierten den Körper und das Gehirn durch koordinierte Bewegungen.

Gruppen-Welle

  • Die Teilnehmer führen eine „Mexikanische Welle“ aus, indem sie nacheinander die Arme hochwerfen, beginnend bei einer Person und sich durch den Raum fortbewegend. Die Welle kann mehrere Male durch den Raum laufen und dabei schneller oder langsamer werden.
  • Bringt Bewegung und Spaß in die Gruppe.

Koordinationsspiel

  • Der Moderator gibt Anweisungen, bei denen die Teilnehmer gegensätzliche Bewegungen ausführen müssen, z.B. „Mit der linken Hand auf den Tisch klopfen und mit dem rechten Fuß wippen“. Die Bewegungen werden nach und nach komplexer.
  • Fördert die Koordination und das Denkvermögen.

Quizfragen für die IGBCE

  1. In welchem Jahr wurde die IGBCE gegründet?
    • a) 1990
    • b) 1997
    • c) 2000
    • d) 2005
  2. Wie viele Mitglieder hat die IGBCE aktuell (Stand 2024)?
    • a) Etwa 400.000
    • b) Etwa 600.000
    • c) Etwa 800.000
    • d) Über 1 Million
  3. In welcher Stadt befindet sich die Hauptverwaltung der IGBCE?
    • a) Frankfurt am Main
    • b) Berlin
    • c) Hannover
    • d) Düsseldorf
  4. In welchem Jahr wurde der erste Tarifvertrag zur Altersteilzeit in der chemischen Industrie abgeschlossen?
    • a) 1996
    • b) 2000
    • c) 2002
    • d) 2005
  5. Wie viele Tarifverträge verhandelt die IGBCE jährlich?
    • a) Ca. 500
    • b) Ca. 1000
    • c) Ca. 3000
    • d) Ca. 2000

Sicherlich fallen euch hier viele gute Fragen ein, besonders schön wenn noch ein regionaler Bezug hergestellt werden kann.

„Namensball“

Ziel: Du lernst spielerisch die Namen und eine interessante Tatsache über Deine Kolleg*innen kennen.

Ablauf:

  • Bildet einen Kreis.
  • Ein Teilnehmer wirft einen weichen Ball zu jemand anderem und nennt dabei den Namen und eine kurze Information über sich (z.  ein Hobby).
  • Die Person, die den Ball fängt, wiederholt die Informationen und fügt ihre eigenen hinzu, bevor sie den Ball weiterwirft.

Wirkung: Das Spiel lockert die Atmosphäre auf und hilft Dir, die Gruppe schnell vertraut zu machen.

„Zwei Wahrheiten, eine Lüge“

Ziel: Du erfährst spielerisch überraschende Fakten über Deine Kolleg*innen und förderst gleichzeitig den Austausch.

Ablauf:

  • Jeder Teilnehmerin nennt reihum drei Aussagen über sich – zwei davon sind wahr, eine ist gelogen.
  • Die anderen müssen raten, welche Aussage nicht stimmt.
  • Danach wird die richtige Antwort aufgelöst und kurz erläutert.

Wirkung: Dieses Spiel schafft Spaß und fördert den Dialog, während gleichzeitig das gegenseitige Kennenlernen intensiviert wird.

„Speed-Dating – Kennenlernen in kurzer Zeit“

Ziel: Du hast in kurzer Zeit die Möglichkeit, mit möglichst vielen Kolleg*innen ins Gespräch zu kommen.

Ablauf:

  • Teile die Gruppe in Paare auf.
  • Gib jedem Paar 2–3 Minuten Zeit, um sich gegenseitig kennenzulernen. Stelle dafür einfache Fragen (z.  „Was motiviert Dich in Deinem Job?“ oder „Was ist Dein Lieblingsprojekt?“).
  • Nach Ablauf der Zeit wechselst Du die Partner, sodass jeder möglichst viele Gespräche führt.

Wirkung: Das Spiel sorgt für einen dynamischen, schnellen Austausch und baut Hemmschwellen ab.

„Ich bin… und Du bist…“

Ziel: Du lernst auf kreative Weise die Persönlichkeit Deiner Kolleg*innen kennen, indem Du Gemeinsamkeiten entdeckst.

Ablauf:

  • Jeder Teilnehmer wählt einen Gegenstand oder ein Symbol, das ihn repräsentiert (z.  eine bestimmte Farbe, ein Tier oder einen Gegenstand aus dem Büro).
  • In kleinen Gruppen erklärt jede*r, warum dieser Gegenstand gewählt wurde und was er über die eigene Arbeitsweise oder Persönlichkeit aussagt.
  • Anschließend tauscht Ihr Euch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede aus.

Wirkung: Das Spiel fördert ein tieferes Verständnis füreinander und stärkt die Basis für eine kooperative Zusammenarbeit.

„Icebreaker Bingo“

Ziel: Du entdeckst in einem spielerischen Bingo-Format interessante Fakten über Deine Kolleg*innen.

Ablauf:

  • Bereite Bingo-Karten vor, auf denen in jedem Feld eine Aussage steht (z.  „Hat in einem anderen Land gearbeitet“, „Liebt Kaffee“, „Spielt ein Musikinstrument“).
  • Die Teilnehmenden gehen herum und finden Kolleg*innen, auf die die Aussagen zutreffen – jeder trägt dann den Namen in das entsprechende Feld ein.
  • Wer eine vollständige Reihe hat, ruft „Bingo!“ und präsentiert kurz die entdeckten Fakten.

Wirkung: Dieses Spiel regt zum aktiven Kennenlernen an und sorgt für Spaß und lockere Stimmung.Diese Kennenlernspiele helfen Dir, den Einstieg in Deinen Workshop abwechslungsreich und interaktiv zu gestalten. Sie fördern nicht nur den Austausch und das gegenseitige Kennenlernen, sondern schaffen auch eine positive Basis für die weitere Zusammenarbeit und Mitbestimmung im Betrieb. Falls Du noch weitere Ideen benötigst oder Anpassungen wünschst, lass es mich gerne wissen!